Der schüchterne Endzwanziger Torsten Kachel (Franz Rogowski) lebt mit seiner Mutter im Osten Berlins. In der Gestalt von 'Lux' versucht er, die Welt ein bisschen besser zu machen. Er verteilt regelmäßig Lebensmittel an Obdachlose und hilft auf seinen Streifzügen durch die Stadt, wo er kann. Ein Filmteam begleitet ihn dabei, um über das soziale Engagement des selbsternannten Real-Life-Superheros zu berichten. Weil sich das jedoch als recht unspektakulär entpuppt, findet Jan (Tilman Strauss), der Regisseur, keinen Geldgeber für sein Projekt. Schließlich bekundet der gierige Produzent Holger Brandt (Heiko Pinkowski) Interesse, allerdings unter der Voraussetzung, dass Jan ihm sensationelleres Material liefert; denn wo Superheld drauf steht, muss auch Superheld drin sein. Zögernd lässt sich Torsten von Jan dazu überreden, sich mehr auf die Bekämpfung von Kriminalität zu fokussieren. Zu Gunsten der Verbrecherjagd entfernt er sich dabei allerdings immer weiter von seinen ursprünglichen Zielen. Lux wird zum medialen Hype. Doch die vermeintlichen Heldentaten wollen sich nicht einstellen. Erst als Torsten von der Stripperin Kitty (Kristin Suckow) um Hilfe gebeten wird, scheint Lux' Stunde endlich gekommen. Der vermeintlich große Moment erfährt jedoch eine unerwartete Wendung und plötzlich ist nichts mehr, wie es scheint...
'Lux - Krieger des Lichts' (2017) ist die Geschichte eines jungen Mannes, der auszieht, Gutes zu tun. Doch anstatt die Welt zu verändern, verändert sie ihn. 'Lux' ist ein Film über einen jungen Mann auf der Suche nach seiner Identität und Werten. Mit seinem Alter Ego, dem Superhelden 'Lux', scheint er endlich eine Möglichkeit gefunden zu haben, sich zu positionieren. Doch die Maske wird zur Sucht. Je mehr Platz 'Lux' in Torstens Leben einnimmt, desto weiter entfernt er sich von seinem eigentlichen Selbst. Für sein Drehbuch zu 'Lux - Krieger des Lichts' gewann Drehbuchautor und Regisseur Daniel Wild 2013/2014 das Nürnberger Autorenstipendium, 2015 den Drehbuchpreis des Sehsüchte-Filmfestivals und 2017 den Heinz-Badewitz-Preis für das beste Regiedebüt bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen.