Florence (Marina Foïs) und Vincent Leroy (Laurent Lafitte) sind ein Vorzeigepaar. Sie haben tolle Jobs, führen eine augenscheinlich perfekte Ehe mit drei wohlgeratenen Kindern. Und jetzt soll ihre Scheidung ein ebensolcher Erfolg werden. Gütertrennung? Sorgerecht? Alles einvernehmlich geregelt. Doch dann bekommen beide das Jobangebot ihres Lebens. Nur die Kids stehen dem Karriereschritt der zukünftigen Single-Eltern im Weg. Von nun an lassen Florence und Vincent nichts unversucht, sich selbst in ein schlechtes Licht zu stellen, damit sich die Kinder für den jeweils anderen Elternteil entscheiden. Ein absurder Rosenkrieg mit umgekehrten Vorzeichen um das Sorgerecht beginnt...
'Mama gegen Papa - Wer hier verliert, gewinnt' (2015), eine temperamentvolle, turbulente und zuweilen sehr physische und aberwitzige Komödie über eine Scheidung auf Französisch: Politisch unkorrekt, erfrischend böse und überraschend aberwitzig hat Regie-Newcomer Martin Bourboulon eine temperamentvolle Ehekomödie in Szene gesetzt, die sich hinter Hollywood-Kultfilmen wie 'Der Rosenkrieg' (1989) nicht verstecken muss. Das Drehbuch schrieben Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière, die Autoren des Theater- und Kinoerfolgs 'Der Vorname' (2012), und sie beweisen auch hier erneut, dass sie Meister der scharfen Bonmots, grausamen Sticheleien und unerwarteten Wendungen sind. Trotzdem ist ein Film natürlich immer nur so gut wie seine Stars. Deshalb setzen die Macher auf zwei der größten Namen der französischen Kinolandschaft: Marina Foïs ('Poliezei' 2011) und Laurent Lafitte ('Ein MordsTeam' 2012), die sich einen hinreißend gnadenlosen Schlagabtausch liefern. In Frankreich wurde 'Mama gegen Papa' zu einem Kassenschlager und lockte dort rund 3 Millionen Zuschauer in die Kinos.